Dein Quellensteuer-Tarifcode, erklärt

Für quellenbesteuerte Angestellte im Kanton Zürich · Stand Oktober 2026

Irgendwo auf Deiner Lohnabrechnung steht ein kurzer Code, etwa A0N oder C1Y. Er bestimmt, wie viel Steuer Dein Arbeitgeber jeden Monat abzieht, und er wird einmal gesetzt, am Anfang, aus dem, was Du Deinem Arbeitgeber und Deiner Gemeinde gesagt hast. Hat sich Dein Leben seither verändert, ist der Code vielleicht falsch, und ein falscher Code kostet jeden einzelnen Monat Geld.

Den Code lesen

Der Code hat drei Teile: einen Buchstaben für Deine Familiensituation, eine Ziffer für die Anzahl Kinder und einen Buchstaben für die Kirchensteuer.

B1Y ist also eine verheiratete Person, die allein verdient, mit einem Kind und Kirchensteuer, und C0N ein Doppelverdiener-Paar ohne Kinder und ohne Kirchensteuer. Es gibt weitere Buchstaben für Grenzgänger aus Deutschland und für Ersatzeinkünfte wie Taggelder; Dein Arbeitgeber kennt sie.

Was jeder Teil mit Deinem Geld macht

Die Buchstaben machen den ganzen Unterschied zwischen dem Satz für Alleinstehende und dem für Verheiratete aus. B ist der mildeste: Der Verheiratetentarif geht davon aus, dass ein Einkommen den Haushalt trägt. C liegt höher als B, weil der Tarif ein zweites Einkommen annimmt und den Satz entsprechend setzt, aber meist noch unter A. Jedes Kind senkt den Satz, weil die Kinderabzüge im Tarif eingebaut sind. Y legt die Kirchensteuer Deiner Gemeinde obendrauf.

Wann der Code falsch ist

Der Code ist nur so aktuell wie das Wissen Deines Arbeitgebers. Diese Ereignisse ändern ihn, ab dem Folgemonat:

Sag es Deinem Arbeitgeber, mit dem Beleg, der es zeigt. Die Korrektur gilt ab dem nächsten Monat, nicht rückwirkend.

Vergangene Monate korrigieren lassen

Für die Monate, die bereits mit dem falschen Code abgezogen wurden, gibt es ein eigenes Verfahren: den Antrag auf Neuberechnung der Quellensteuer beim kantonalen Steueramt, bis zum 31. März des Jahres nach dem Steuerjahr. Dieses Datum steht im Gesetz und lässt sich nicht erstrecken. Die Neuberechnung korrigiert einen falschen Code, eine falsche Anzahl Kinder, einen falschen Kirchenbuchstaben oder einen falschen Bruttolohn. Persönliche Abzüge wie Säule 3a oder Arbeitsweg fügt sie nie hinzu: Dafür brauchst Du die ordentliche Veranlagung, die unser Ratgeber zur freiwilligen Steuererklärung erklärt.

Beide Anträge haben dieselbe Frist, den 31. März 2027 für das Steuerjahr 2026, und keiner lässt sich erstrecken. Wenn Du nicht sicher bist, welchen Du brauchst, frag vor dem März, nicht danach.

Häufige Fragen

Mein Partner arbeitet im Ausland. Ist Tarif C trotzdem richtig?
Ja. C gilt, wenn beide Ehegatten ein Einkommen haben, egal wo das zweite Einkommen verdient wird.
Heisst das Y, dass ich Kirchensteuer zahlen muss?
Nur Mitglieder der anerkannten Kirchen schulden sie, und der Buchstabe kommt aus Deiner Angabe bei der Anmeldung. Bist Du kein Mitglied, lass den Eintrag bei Deiner Gemeinde korrigieren und sag es Deinem Arbeitgeber.
Ist der Tarifcode in jedem Kanton derselbe?
Die Buchstaben und Ziffern sind eidgenössisch und lesen sich überall gleich. Die Sätze dahinter sind kantonal, derselbe Code zieht in Zürich also einen anderen Betrag ab als in Zug.
Kann mein Arbeitgeber den Code für vergangene Monate korrigieren?
Im laufenden Jahr ja, der Arbeitgeber kann den Abzug in einer späteren Lohnabrechnung korrigieren. Nach Jahresende kann das nur noch der Antrag auf Neuberechnung beim Steueramt, bis zum 31. März.
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