Dein Quellensteuer-Tarifcode, erklärt
Irgendwo auf Deiner Lohnabrechnung steht ein kurzer Code, etwa A0N oder C1Y. Er bestimmt, wie viel Steuer Dein Arbeitgeber jeden Monat abzieht, und er wird einmal gesetzt, am Anfang, aus dem, was Du Deinem Arbeitgeber und Deiner Gemeinde gesagt hast. Hat sich Dein Leben seither verändert, ist der Code vielleicht falsch, und ein falscher Code kostet jeden einzelnen Monat Geld.
Den Code lesen
Der Code hat drei Teile: einen Buchstaben für Deine Familiensituation, eine Ziffer für die Anzahl Kinder und einen Buchstaben für die Kirchensteuer.
- A: ledig, geschieden, verwitwet oder getrennt, ohne Kinder im Haushalt.
- B: verheiratet oder in eingetragener Partnerschaft, nur eine Person verdient.
- C: verheiratet oder in eingetragener Partnerschaft, beide verdienen, in der Schweiz oder im Ausland.
- H: alleinstehend und mit Kindern zusammenlebend, für die Du aufkommst.
- 0 bis 9: die Anzahl Kinder, für die Du Kinderzulagen bekommst.
- Y oder N: Kirchensteuer ja oder nein, aus Deiner Angabe bei der Anmeldung.
B1Y ist also eine verheiratete Person, die allein verdient, mit einem Kind und Kirchensteuer, und C0N ein Doppelverdiener-Paar ohne Kinder und ohne Kirchensteuer. Es gibt weitere Buchstaben für Grenzgänger aus Deutschland und für Ersatzeinkünfte wie Taggelder; Dein Arbeitgeber kennt sie.
Was jeder Teil mit Deinem Geld macht
Die Buchstaben machen den ganzen Unterschied zwischen dem Satz für Alleinstehende und dem für Verheiratete aus. B ist der mildeste: Der Verheiratetentarif geht davon aus, dass ein Einkommen den Haushalt trägt. C liegt höher als B, weil der Tarif ein zweites Einkommen annimmt und den Satz entsprechend setzt, aber meist noch unter A. Jedes Kind senkt den Satz, weil die Kinderabzüge im Tarif eingebaut sind. Y legt die Kirchensteuer Deiner Gemeinde obendrauf.
Wann der Code falsch ist
Der Code ist nur so aktuell wie das Wissen Deines Arbeitgebers. Diese Ereignisse ändern ihn, ab dem Folgemonat:
- Du heiratest oder gehst eine eingetragene Partnerschaft ein.
- Dein Partner beginnt oder beendet eine Erwerbstätigkeit, hier oder im Ausland.
- Ein Kind kommt zur Welt, oder Kinderzulagen beginnen oder enden.
- Ihr trennt euch oder lasst euch scheiden.
- Du trittst schriftlich aus der Kirche aus, oder Du warst nie Mitglied, hast aber bei der Anmeldung das Kästchen angekreuzt.
Sag es Deinem Arbeitgeber, mit dem Beleg, der es zeigt. Die Korrektur gilt ab dem nächsten Monat, nicht rückwirkend.
Vergangene Monate korrigieren lassen
Für die Monate, die bereits mit dem falschen Code abgezogen wurden, gibt es ein eigenes Verfahren: den Antrag auf Neuberechnung der Quellensteuer beim kantonalen Steueramt, bis zum 31. März des Jahres nach dem Steuerjahr. Dieses Datum steht im Gesetz und lässt sich nicht erstrecken. Die Neuberechnung korrigiert einen falschen Code, eine falsche Anzahl Kinder, einen falschen Kirchenbuchstaben oder einen falschen Bruttolohn. Persönliche Abzüge wie Säule 3a oder Arbeitsweg fügt sie nie hinzu: Dafür brauchst Du die ordentliche Veranlagung, die unser Ratgeber zur freiwilligen Steuererklärung erklärt.
Häufige Fragen
Mein Partner arbeitet im Ausland. Ist Tarif C trotzdem richtig?
Heisst das Y, dass ich Kirchensteuer zahlen muss?
Ist der Tarifcode in jedem Kanton derselbe?
Kann mein Arbeitgeber den Code für vergangene Monate korrigieren?
taxpunkt stellt einfache Fragen, zeigt den gefundenen Mindestbetrag, bevor Du etwas zahlst, und ein zertifizierter Treuhänder reicht die Erklärung ein. Start im Kanton Zürich für das Steuerjahr 2026.
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